Frédéric ist von Beruf Sommelier, außerdem ist er ein waschechter Pariser, aufgewachsen im Viertel der Batignolles. Als seine Freundin Anfang der neunziger Jahre nach Dresden kommt, um an der Semperoper zu tanzen, bleibt er zunächst in Paris. Er pendelt einige Jahre, bevor er sich entschließt, seiner Freundin nach Dresden zu folgen. Mit seiner Ausbildung als Sommelier findet er schnell eine Stelle im neu eröffneten Kempinski Taschenberg-Hotel.

Mit Freude entdeckt er, dass es auch im Dresdner Raum Weinbau gibt. Neben seiner Tätigkeit im Hotel beginnt er, sich als Hobbywinzer zu betätigen; es interessiert ihn, wie der Wein gemacht wird, den er abends im Hotel verkauft. Einige Jahre später, nach der Geburt seiner beiden Kinder beschließt er, da die Arbeitszeiten im Restaurant schwierig mit dem Familienleben vereinbar sind, aus seinem Hobby seinen Haupterwerb zu machen.

Heute verfügt er über 2 Hektar Weinberg. Die Arbeit am Weinberg leistet er fast ausschließlich allein; nur zur Ernte nimmt er Hilfe in Anspruch, meist sind es Freunde und Bekannte, die mithelfen, manchmal auch Kunden. Als einziger französischer Winzer im Elbtal, hat er sich bereits einen Namen gemacht.

 

Mein Chef hat immer gesagt: Mit deinem Akzent kannst du alles verkaufen.

Es ist nicht selten, dass ein Sommelier Weinbauer wird. Ich wollte die Weine machen, die ich im Kopf hatte.

 

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