Mikael wird in Lyon geboren; seine Mutter kommt aus dem Benin, sein Vater stammt aus der Elfenbeinküste. Nachdem er sich wie sein Bruder im Basketball versucht hat, wendet er sich lieber dem Fußball zu. Er fängt in Grenoble an, und lernt mehrere französische Vereine kennen. Die Wahl zum besten Spieler von Clermont eröffnet ihm die Türen der ersten Liga mit einem Engagement in Cannes. Zur gleichen Zeit beginnt er für die Nationalmannschaft des Benins, des Landes seiner Mutter, zu spielen.

Im Jahr 2011 wird ihm ein Engagement als Stürmer bei Dynamo Dresden angeboten. Der Verein und die Stadt sind ihm zu dem Zeitpunkt vollkommen unbekannt. Er zieht Erkundigungen ein – zusammen mit seiner Frau Rima betrachtet er Spiele des Vereins im Internet, sie sind begeistert von der Stimmung im Stadium – und beschließt, sich auf das Abenteuer einzulassen.

Mikael, seine Frau und die drei Kinder haben sich in einer ruhigen Gemeinde im Dresdner Umland niedergelassen. Sie leben dort eher zurückgezogen und verbringen ihre Freizeit meist mit den Familien der anderen französischen Dynamo-Spieler. Das Leben in Deutschland gefällt ihnen: hier ist alles « rechteckig », gut organisiert. Die Bevölkerung erscheint ihnen toleranter, auch wenn sie oft auf die anderen zugehen müssen, um die Distanz und die Vorurteile zu überwinden.

 

Wenn man als Schwarzer mit einer verschleierten Frau nach Ostdeutschland kommt, dann fragt man sich, wie das ablaufen wird.Letztendlich haben sie uns kennen gelernt. Und Mika ist in Dresden ein sehr beliebter Spieler.

 

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